20 Dez 2012
Dezember 20, 2012

Private Vorsorge: 3. Säule

3. Säule
Im Jahr 1972 ist, als Ergänzung zur staatlichen (1. Säule) und zur beruflichen (2. Säule), die private Vorsorge (3. Säule) in der Bundesverfassung verankert worden. Mit diesem 3-Säulen-Prinzip, AHV, Pensionskasse und private Vorsorge, bietet die Schweiz nun eines der europaweit besten Sozialversicherungssysteme.

swissallfinanz_vorsorge

 

Die private Vorsorge ist auf freiwilliger Basis und soll helfen, in Kombination mit den ersten beiden Säulen, den gewohnten Lebensstandard in der Pension oder bei Arbeitsunfähigkeit sowie Invalidität beizubehalten. Auch der Staat fördert die private Altersvorsorge mittels Steuervergünstigungen. Es ist daher empfehlenswert so früh wie möglich in die 3. Säule zu investieren.

Maximalbeitrag 3. Säule für 2013

Durch Einzahlungen in die 3. Säule können Sie ihr steuerbares Einkommen reduzieren und somit Steuern sparen. Der Steuerabzug ist jedoch individuell und abhängig von Einkommen sowie Wohngemeinde. Die Kapitalauszahlungen der 3. Säule werden jedoch gesondert besteuert.

Im Jahr 2013 gelten nachfolgende Maximalbeträge für die 3.Säule a:

  • Erwerbstätige mit Pensionskasse: CHF 6‘739.-
  • Selbstständige ohne Pensionskasse: CHF 33‘696.- 

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Aufbau der 3. Säule

Grundsätzlich kann jeder, der in der Schweiz AHV/IV-pflichtig sowie selbstständiger oder unselbstständig erwerbstätig ist eine 3. Säule abschliessen. Es wird aber zwischen der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) oder der freien Vorsorge (Säule 3b) unterschieden.

Säule 3a: gebundene Vorsorge:

Bei der gebundenen Vorsorge nehmen die Versicherten gesetzliche Einschränkungen in Kauf. Die genauen Vorschriften sind in der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) geregelt. Als Gegenleistung können Sie bei der Säule 3a aber von Steuereinsparungen profitieren. In der gebundenen Vorsorge werden einerseits Bankprodukte (z.B. Vorsorgekonto) oder andererseits Versicherungsprodukte (z.B. Policen) angeboten.

Säule 3b: freie vorsorge

Die freie Vorsorge hebt sich durch Individualität und Flexibilität von der Säule 3a ab. Dies bedeutet, dass die Säule 3b an keine Verträge mit bestimmen Laufzeiten gebunden ist. Auch können Sie als Versicherungsnehmer sich das Ersparte jederzeit auszahlen lassen. Auch hier werden Versicherungs- oder Bankprodukte angeboten.

Bezug der Vorsorge-Gelder aus Säule 3a

Bei der Säule 3a wird zwischen vorzeitigem oder ordentlichem Bezug unterschieden. Verstirbt aber ein Vorsorgenehmer vor seiner ordentlichen Pensionierung, tritt zudem eine gesetzlich geregelte Auszahlungsreihenfolge in Kraft.

Vorzeitiger Bezug

Unter dem vorzeitigen Bezug wird verstanden, dass das angesparte Kapital vor der eigentlichen Pensionierung ausgezahlt wird. In folgenden Fällen kann eine frühere Auszahlung der 3. Säule a beantragt werden:

  • Erwerb von Wohneigentum zum Eigenbedarf oder Rückzahlungen von Hypothekardarlehen
  • Wenn der Vorsorgenehmer die Schweiz endgültig verlässt
  • Einkauf in eine Vorsorgeeinrichtung im Rahmen der 2. Säule
  • Aufgabe der bisherigen Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • Wenn eine ganze Invalidenrente der eidgenössischen Invalidenversicherung bezogen wird und das Invalidenrisiko nicht versichert ist

Ordentlicher Bezug

Vorsorgeleistungen dürfen frühestens 5 Jahre vor des ordentlichen Rentenalters der AHV (65 Jahre für Männer und 64 Jahre für Frauen) ausbezahlt werden. Personen, die ihre Erwerbstätigkeit weiterführen, können den Bezug der Säule 3 a bis zum Ende der Erwerbstätigkeit während maximal 5 Jahren aufschieben.

Tod des Vorsorgenehmers vor ordentlicher Pensionierung

Stirbt ein Vorsorgenehmer vor seiner ordentlichen Pensionierung sind folgende Personen in nachstehender Reihenfolge begünstigt:

  • Der überlebende Ehegatte oder die überlebende eingetragene Partner oder der überlebende eingetragene Partner
  • Die direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von der verstorbenen Person, mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zum Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss
  • Eltern
  • Geschwister
  • Übrige Erben

Planen Sie also schon in jungen Jahren Ihre Altersvorsorge, denn nur mit der staatlichen Rente werden Sie Ihren Lebensstandard als Rentner einschränken müssen.

Information des Schweizerischen Gesetzgebers über die 3. Säule

Informationen des Schweizerischen Gesetzgebers über die Säule 3a